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Peter Strudel: Glorie des Heiligen Laurentius


Künstler: Peter Strudel
Stilrichtungen: Barock
Kategorien: Malerei
 
 
Werkbeschreibung: Das künstlerisch hervorragende barocke Gemälde „Glorie des Hl. Laurentius“ von Peter Strudel an der Nordwand der Barocken Pfarrkirche St. Gertrud in Wien Währing stellt die Aufnahme des Blutzeugen in den Himmel dar, wo er Papst Sixtus erblickt, der ihn mit anderen Märtyrern, heiligen Frauen und Engeln empfängt. Auch der Rost ist am linken Bildrand vom Beschauer aus zu erkennen. Dieses künstlerisch besonders wertvolle Altarblatt schmückte den Sakramentsaltar von 1872 bis zur Kirchenrenovierung 2002. Die dynamisch in mehreren Diagonalen aufgebaute barocke Figurenkomposition wurde von dem aus dem Trentino stammenden Hofmaler Peter Strudel um 1695 für den Hochaltar der dem Hl. Lorenz geweihten Kirche des ehemaligen Augustiner- Chorfrauenklosters am Fleischmarkt geschaffen. Nach der Klosteraufhebung 1783 kaufte es der damalige Abt des Schottenklosters für die von ihm neu zu erbauende Laurentiuskirche am Schottenfeld. Dort befand es sich jedenfalls, bis 1852 ein neues Hochaltarbild angeschafft wurde, wie aus Unterlagen im Archiv der Pfarre Währing zu ersehen ist. Pfarrer Adolf Khu hat es aber 1872 aus eigenen Mitteln von der Pfarrkirche St. Ulrich auf dem Schottenfeld erworben, wo es auf dem Dachboden deponiert war. Wie der hl. Stephanus war auch der vermutlich um 230 in Spanien geborene Hl. Laurentius Diakon und Märtyrer. Er wird besonders in Rom verehrt, wo er wirkte und starb. In den ersten Augusttagen des Jahres 258 ließ der Christenverfolger Kaiser Valerian Papst Sixtus II. festnehmen und enthaupten. Auf dem Weg zur Hinrichtung erteilte er seinem Erzdiakon Laurentius, der ihn weinend begleitete, den Auftrag, den gesamten Kirchenschatz an die Armen zu verteilen, bevor auch er das Martyrium erleiden werde. Nach der Ermordung von Sixtus erhob Valerian Anspruch auf den Kirchenbesitz. Laurentius erbat drei Tage Bedenkzeit und handelte, wie ihm Papst Sixtus geboten hatte. Dann führte er dem Kaiser die Notleidenden als den wahren Kirchenschatz vor, wonach er im selben Jahre 258 auf einem glühenden Rost zu Tode gemartert wurde. Der Gedenktag des als besonders standhaft gerühmten Märtyrers ist am 10. August, einem bäuerlichen Lostag. Laurentius wird immer als junger Diakon, meist mit dem Rost als Attribut dargestellt.
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