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Strudelhofstiege in Wien


Künstler: Peter Strudel
Stilrichtungen: Barock
Kategorien: Kunst am/im Bau
 
 
Werkbeschreibung: Die im 9. Wiener Gemeindebezirk gelegene Treppenanlage wurde nach einem Entwurf von Johann Theodor Jaeger aus Mannersdorfer Kalkstein erbaut und am 29. November 1910 eröffnet. Sie ist nach dem Bildhauer und Maler Peter Strudel benannt, der oberhalb der Stiege ein Grundstück besaß und dort 1690 den Strud(e)lhof errichten ließ. Die Anlage ist mit einem zweiteiligen Brunnen geschmückt. Über dem unteren Becken dient eine Kopfmaske als Wasserspeier, über dem oberen Becken spendet ein Fischmaul Wasser. Die heute in grün gefassten Teile der Stiegenanlage waren in einer ursprünglicheren Fassung in einem Blau gestrichen. Der Renovierung 1961/62 folgten weitere 1983 und 2008/09. Zuletzt wurden - in einjähriger Bauzeit und mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro - vor allem der Stein- und Metallbestand inklusive der Kandelaber erneuert und die beiden Brunnen rekonstruiert. Für den oberen konnte das historische Vorbild des Wasserspeiers gefunden werden. An Stelle des Mosaik-Hintergrundes aus den 1960-er Jahren ist der Fischkopf nun - in Anlehnung an die ursprüngliche Gestaltung - von einem Relief aus Donaukieseln umgeben. Die größte Herausforderung war, das alte Aussehen der Stiege mit modernen Mitteln und Materialien zu erhalten. Dazu zählt auch die Erneuerung der Beleuchtung, die nun an Stelle der vertrauten Kugellampen durch energiesparende Hängeleuchten erfolgt. Der 1951 erschienene Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre von Heimito von Doderer ist nach dieser Freitreppe benannt, in deren Umkreis einige zentrale Ereignisse des Romans spielen.
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